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Tipp
Laufschuhe richtig schnüren
Die Schnürung ist ein wichtiger Teil des Laufschuhs und auf die Funktionalität des Schuhs abgestimmt. Änderungen können sich unter Umständen auf die Funktionalität auswirken.

Die Schnürsenkel wurden mit den Jahren immer robuster, fester und ausgeklügelter. Waren sie früher noch flache Bänder, welche man bei Verknotungen kaum mehr lösen konnte, so sind sie heute im Querschnitt rund und vereinfachen das Zuschnüren. Knoten mit diesen „dicken“ Schnürsenkeln kann man immer lösen. Allerdings mit dem entscheidenden Nachteil, dass die Knoten beim Laufen auch schneller wieder aufgehen. Da hilft nur ein Doppelknoten – man will ja beim Wettkampf keine Zeit mit Schuhe binden verschwenden, außerdem sind offene Bänder gefährlich und können zu Stürzen führen. Ebenso wie zu große Schlaufen in den Schnürbändern.

Hier einige Tipps rund um die Schnürung der Laufschuhe

Laufschuhschnürung
Der goldene Mittelweg

Zu feste Schnürung kann auf den Fussrücken drücken, dort die Durchblutung behindern oder auf die Nerven drücken. Das kann sehr schmerzhaft sein. Ein zu fest geschnürter Schuh kann zu Beeinträchtigungen führen, was besonders im Wettkampf zu unfreiwilligen Pausen führen kann. Die Füsse schwellen durch die lange Belastung an, und der Schuh drückt.


Druckstellen von der Laufschuhschnürung?
Wenn die Schnürung auf den Rist drückt, kann man mit folgenden Methoden den Druck besser verteilen oder verhindern:

Laufschuhschnürung
Anstelle des Überkreuzens der Bänder werden diese unter dem Obermaterial nach oben zum nächsten oder übernächsten Loch geführt.

Das linke Band zieht man unten durch ins dritte Loch und stösst den Schnürsenkel nach oben. Von dort parallel von oben durch das dritte Loch rechts wieder nach unten. Beim übernächsten Loch wieder hoch usw.

Das rechte Band ziehst man unten durch ins zweite Loch rechts und stösst ihn nach oben. Von oben parallel durch das zweite Loch links stossen, unten durch bis zum übernächsten Loch und wieder hoch.

 
Laufschuhsschnürung
Druck auf dem Spann vermindern

Ein andere Möglichkeit ist das Auslassen eines, beziehungsweise zweier Löcher, um dort den Druck auf den Spann zu mindern. Schlüpfen Sie dazu in den Schuh und markiere die Stelle, wo die Schnürung drückt. Nun zieht man den Schnürsenkel an der markierten Stelle unter dem Obermaterial zum nächsten / übernächsten Loch und dort wieder hoch. Weiter geht es dann wieder normal gekreuzt.
 
Blaue Zehennägel vermeiden
Wer unter blauen Zehennägeln leidet und die Schuhe nicht zu klein sind (während eines langen Laufes kann der Fuss bis zu einem Zentimeter „wachsen"), so hilft die folgende Schnürtechnik vielleicht:

Laufschuhschnürung
Bei dem Loch, das am nächsten bei der kleinen Zehe ist, zieht man den Schnürsenkel direkt zum gegenüberliegenden obersten Loch. Das andere Ende zieht man zum nächsten gegenüberliegenden Loch (unten durch) und parallel beim gegenüberliegenden Loch wieder nach unten. Von dort wieder schräg zum nächsten gegenüberliegenden Loch usw.
Der Druck des Obermaterials wird dabei gemildert, oder genauer gesagt eher nach oben gezogen und lässt den Zehen etwas mehr Raum.

 
Fersenhalt-Schnürung - Marathon-Schnürung
Falls man im Fersenbereich Stabilität braucht, ist das Verwenden der obersten, meist etwas seitlicher angeordneten Löcher wichtig. Mit dieser Kreuzschnürung erhält man einen festeren Halt im Fersenbereich und der Schlupf wird verhindert. Trotzdem ist diese Schnürung nicht zu fest. Meist wird diese Technik "Marathon-Schnürung" genannt.
 
Laufschuhschnürung
Schnürung ohne Verwendung der obersten Löcher.

Laufschuhschnürung
Ziehe die beiden Schnürsenkel je von oben durch das oberste Loch und lasse eine kleine Schleife stehen.

Laufschuhschnürung
Ziehe nun die beiden Schnürsenkelenden gekreuzt (von rechts nach links – von links nach rechts) durch die kleinen, seitlich liegenden Schlaufen.

Laufschuhschnürung
Ziehe beide Enden nun seitlich horizontal weg vom Schuh. Die Schlaufe wird kleiner und umfasst den Schnürsenkel, welcher durchgezogen wurde.

Laufschuhschnürung
Nun die beiden Schnürsenkel wie gewohnt binden.
 
 


Hier gibt es Tipps zu den Schnürungen auch von der Firma NewBalance
 







 
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Artikel  Rheinische Post
vom 19.05.2011
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